Laufende Projekte
Ethnografische Kartierung der Valle di Corippo
Dieses kurze und tief eingeschnittene Seitental der Verzasca bot den Menschen nur wenig landwirtschaftlich nutzbaren Boden. So standen hier keine Weideflächen zur Sömmerung des Viehs zur Verfügung. Alprechte mussten deshalb andernorts erworben werden, so z. B. auf den Alpsässen von Orgnana und in den Seitentälern Carecchio sowie Pincascia. Entsprechend befasst sich diese Studie mit den Besonderheiten der Transhumanz in einem äusserst restriktiven alpinen Kontext. Im Rahmen dieses Projektes sind die Siedlungen von Ruöra und Corgell bereits erfasst und publiziert worden.

Auswertung und Veröffentlichung der Kartierungsdaten
• Val Porta – Saumweg und Maiensiedlungen zwischen Vogorno und Rienza
• Rienza – Eine temporär bewohnte Grosssiedlung
• Die Alpsiedlungen in der Val Porta
• Dorf- und Maiensiedlungen zwischen Lavertezzo und Forno
• Maiensiedlungen in der Val d’Osola
• Gerra Verzasca – Dorfformen I
• Frasco – Dorfformen II
• Siedlungen zwischen Frasco und Cazzai
• Sonogno – Dorfformen III

Wandmalereien an Häusern und in Kapellen von Mergoscia
Im Rahmen dieses Projektes sind die Wandmalereien auf dem Gemeindegebiet von Mergoscia bereits erfasst und dokumentiert worden. Es verbleibt die kunsthistorische Beschreibung der Objekte sowie deren Publikation in Ergänzung zu den bereits existierenden Veröffentlichungen «Passeggiate tra i Santi dipinti» in den Gemeinden Vogorno, Corippo, Lavertezzo, Brione, Gerra, Frasco und Sonogno der Valle Verzasca.

Verzasca Etnografica digital I
Dieses Projekt hat zum Ziel, alle im Rahmen der Feldstudien von Verzasca Etnografica erfassten Daten auf einem GIS-gestützten digitalen Portal zur Verfügung zu stellen.

Verzasca Etnografica digital II
VE nutzt das digitale Terrainmodell swissALTI3D von swisstopo zur Rekonstruktion des im Rahmen der Vielstufenwirtschaft (Transhumanz) entstandenen Wegnetzes sowie anderer Geländeveränderungen, die im Rahmen der Transhumanz erfolgt sind und die damalige Kulturlandschaft geprägt haben. Hierzu gehören beispielsweise Feldterrassen oder Köhlerplätze, die längst vom rasch vorstossenden Wald zurückerobert worden sind. Die Präzision des Datenmodells lässt selbst feine Strukturen wie Mauern erkennen, die Feldgassen oder Felder einfassen.
